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Pflaumenstrudel mit Mandel-Zimt-Streuseln

Dieses uralte Rezept hat meine Frau aus einer BRIGITTE-Zeitschrift gerupft. Es ergibt einen sehr sehr leckeren Strudel. Eigentlich bin ich kein Freund von gebackenem Obst. Aber dieser Strudel bildet da eine Außnahme. Er ist knusprig, süß, nussig und zimitg. Perfekt für Herbst und Winter.

Zutaten:

  • 2 Rollen fertiger Blätterteig auf Backpapier
  • 500g Pflaumen
  • Für die Streusel:
    • 150g Mehl
    • 125g Zucker
    • 120g Butter
    • 100g gemahlene Mandeln (Haselnüsse tuen es auch)
    • 30g Mandeblättchen oder Mandelstifte
    • 1 Prise Salz
    • 1 1/2 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 60g Butter
  • 4-6 EL Pflaumenmus

Zubereitung

Den Backofen auf 200ºC vorheizen. Die Butter für die Streusel weich machen (entweder im Wasserbad, oder vorsichtig in der Microwelle). Alle Zutaten für die Streusel in eine Rührschüssel geben und mit Knethaken des Handrührgerätes vermischen.

Die Pflaumen waschen, halbieren und die Steine entfernen.

Den Blätterteig auf einem Küchenhandtuch oder Backpapier ausrollen. Mit der zerlassenen Butter dünn bestreichen. Dann mit dem Pflaumenmus bestreichen, dabei an den langen Kanten ca. 5cm zum Rand hin Platzlassen. Nun die Streuselmasse gleichmässig dünn auf dem Pflaumenmus verteilen (wieder zum Rand hin 5cm frei lassen). Anschließend die Pflaumenhälften auf den Streuseln gleichmässig verteilen.

Nun den Blätterteig vom Rand her mit dem Küchentuch zusammenrollen. Vorsichtig, damit dabei keine Löcher im Teig entstehen. Die beiden Blätterteigrollen mit der Teignaht nach unten auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Oberfläche noch einmal mit flüssiger Butter bestreichen und ab in den vorgeheizten Backofen.

Nach ca. 35 Minuten sollten die beiden Rollen schön braun und knusprig sein. Abkühlen lassen und genießen. Vanilleeis und Schlagsahne passen sehr gut hierzu.

Milchreis aus dem Reiskocher

Zuerst eine Warnung! Versuche nicht normalen Milchreis im Reiskocher zu machen. Das gibt eine Sauerei. Die Milch kocht über und versaut Dir Küche und Kocher.

Aber es gibt einen Weg für Faulpelze und gleichzeitige Besitzer eines Reiskocher dennoch soetwas ähnliches wie Milchreis zu machen. Und das geht so:

  • 1 Tasse Reis (Sushi-Reis, Milchreis)
  • 1 Tasse Kokosmilch
  • 2 Tassen Wasser
  • 1/2 Apfel
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Prise Salz

Die Größe der Tasse spielt keine Rolle, wichtig ist das Mischverhältnis.

Zuerst schälen wir den Apfel und schneiden ihn feine Spalten. Auch das Kerngehäuse entfernen. Dann alle Zutaten in den Reiskocher tuen und das Program für normalen weißen Reis durchlaufen lassen.

Nach ca. 1h hat man sehr leckeren, duftenden Reis mit der Konsistenz und fast dem Geschmack von Milchreis. Den Apfel kann man auch durch andere Früchte wie z.B. Trockenpflaumen oder ähnliches ersetzen.

Rezept: Gulasch

Mir ist aufgefallen, dass die Deutsche Küche in der Gastronomieszene sehr reduziert ist. Man bekommt vielleicht ein Schnitzel (OK, das ist österreichisch) und im Hofbräuhaus ne Schweinshaxe. Aber das war es dann auch schon.

Dabei gibt es doch so viel mehr was die meisten noch von früher kennen. Bei uns zu Hause gab es z.B. am Sonntag des öfteren Gulasch mit Klößen und Rotkohl. Ein sehr leckeres Gericht welches noch dazu sehr einfach zuzubereiten ist.

Zutaten

Bitte kauft nur Bio bzw. ökologisch/nachhaltig und fair produzierte Zutaten. Das schmeckt erstens besser und zweitens sorgt es dafür das alle an der Produktion beteiligten auch davon Leben können und i.d.R. die Umwelt weniger belastet wird.

  • Ca. 1kg Gulasch Fleisch
    • Gibts oft schon fertig in Stücken von 2-3cm Größe geschnitten
    • Kann gemischt von verschiedenen Tierenarten (Rind, Schwein, Strauss etc.) sein
    • Sehr lecker auch als Wildfleisch-Variante
  • Ca. 500g Möhren
  • Ca. 150g Tomaten
  • Ca. 30g getrocknete heimische Pilze (optional)
  • 1 Teelöffel Senf (optional)
  • 1 Knoblauchzehe (optional)
  • Salz nach Geschmack (ca. 5g)
  • Öl zum Anbraten (z.B. Olivenöl)

Zubereitung

Zuerst sollte man das Fleisch abwaschen und gut abtrocknen. Ich weiss das klingt nervig. Hat aber seinen Grund. Am Fleisch haftet oft noch Fleischsaft in dem sich gerne Bakterien vermehren. Durch das Kochen werden die zwar in der Regel abgetötet, aber je weniger davon im Topf landet, desto besser.

Das Abtrocknen ist wichtig, da wir beim Anbraten Röstaromen (das ist die brauen Kruste die sich beim Anbraten bildet) erzeugen wollen. Diese entstehen nur bei hoher Temperatur. Ist das Fleisch zu nass, dann kocht lange Zeit nur das Wasser und gart das Fleisch. Aber es wird nicht gebraten. Wir wollen das Fleisch aber anbraten um den Geschmack heraus zu kitzeln.

Die Möhren waschen und in ca. 2-3mm Scheiben schneiden. Tomaten würfeln, Knoblauch nach Belieben pressen oder auch in kleine Scheiben schneiden.

Das Öl in einem großen Topf oder Bräter heiß werden lassen (es ist heiß genug, wenn ein Holzlöffel den man rein hält kleine Blasen bildet.) und dann das Fleisch dazu geben. Das spritz und zischt ordentlich, also für Spritzschutz sorgen. Immer mal wieder umrühren, damit die Fleischstücke von allen Seiten ein bisschen braun werden.

Sie müssen nicht durchgebraten werden, da sie ja ohnehin noch etliche Zeit kochen werden.

Fleisch scharf anbraten

Nachdem das Fleisch angebraten ist, gibt man zunächst ca. 1L Wasser hinzu. Dann alle anderen Zutaten hinzufügen kocht das ganze nochmal auf. Nun die Hitze reduzieren und das ganze ca. 2-3 Stunden leicht köcheln lassen bei geschlossenem Deckel.

Zwischendurch immer mal wieder umrühren damit nichts am Boden ansetzt und anbrennt. Deswegen auch bei geringer Hitze köcheln lassen, da dann die Gefahr des Anbrennens nicht so groß ist. Auch abschmecken kann man zwischendurch. Bei Bedarf etwas mehr Salz oder noch Wasser hinzufügen. Auch die anderen Zutaten können in ihrer Menge variiert werden. Das Rezept ist ziemlich gutmütig und nimmt es mit den Mengen nicht so genau. Am Ende ist es eigentlich immer lecker.

Fertiges Gulasch mit Klößen

Nach 2-3 Stunden sollte das Fleisch noch nicht Auseinanderfallen aber denn so weich sein, dass man es mit der Gabel zerteilen kann. Das Gemüse ist ebenfalls sehr weich geworden.

Dazu passen wie gesagt Klöße aber auch Kartoffeln oder sogar einfach nur eine Scheibe Brot. Wer die Stücke in der Soße nicht mag, kann auch das Fleisch rausfischen und dann die Soße durch ein Sieb reiben. Dabei löst sich das restliche Gemüse auf und es bleibt eine sehr würzige aber stückfreie Soße übrig.